Bergsport und Alpinsport

Der alpine Sport wird in häufig schlecht erschlossenen Gebieten durchgeführt. Planung und Vorsicht sind daher angesagt

Bergsport oder Alpinsport ist sehr vielfältig, umfasst jedoch immer im Gebirge ausgeübte Sportarten. Da sich jeder Bergsportler bewusst in zivilisatorisch gesehen schlecht erschlossene Gegenden begibt, drohen hier besonders viele lebensgefährliche Gefahren wie Lawinen, Felsstürze oder Eisstürze. In einer solchen Umgebung muss man aus diesem Grund dementsprechend ausgestattet sein. Zu den beliebtesten Bergsportarten zählen das Bergsteigen, Klettern, Klettersteiggehen, Skitourengehen, Schneeschuhwandern, Wandern oder Bergwandern, Trekking und Canyoning. 

Unter "Canyoning" wird das Begehen einer Schlucht von oben nach unten bezeichnet. Diesbezüglich gibt es verschiedene Varianten. Durch Schwimmen, Rutschen, Abklettern, Abseilen und Springen kann man mit einer geeigneten Ausrüstung durch Schluchten gelangen. In ganz speziellen Fällen muss sogar getaucht werden. Canyoning etablierte sich vor etwa zwei Jahrzehnten insbesondere in Südfrankreich und Spanien als neue Erlebnis-Sportart. In der letzten Zeit wird diese Sportart auch in den Nordalpen immer beliebter. Neben dem sportlichen Reiz steht mit Sicherheit das Naturerlebnis im Vordergrund. Teamgeist und gegenseitiges Vertrauen stehen an erster Stelle. Canyoning erfordert viel Erfahrung und Qualifikationen im Bereich Alpinsport. Wenn erst einmal eine Tour angefangen wurde, kann man eigentlich nicht mehr umkehren. Zu Beginn sollte der Sport unter einer kundigen Einleitung durchgeführt werden. Techniken, die hier verwendet werden müssen, weichen zum Teil extrem von den hochalpinen Bereichen wie dem Klettern ab. Bei allen Touren sollte ein ortskundiger und zertifizierter Führer dabei sein oder zu Rate gezogen werden. Mittlerweile gibt es einige Organisationen, die Führer professionell in diesem Bereich ausbilden. Bergführer können beispielsweise recht schnell die Zusatzausbildung absolvieren. Vor einer jeden Tour muss man sich über die Wetterlage informieren, da der Wasserspiegel bei einem großen Wassereinzugsgebiet andernfalls schnell lebensgefährlich werden kann.

Eine weitere sehr beliebte Bergsportart ist das Schneeschuhwandern. Hierzu werden in erster Linie Schneeschuhe benötigt, die einem die Fortbewegung in Schneelagen erleichtern. Das Gewicht des Trägers wird gleichmäßig verteilt, sodass die Füße weniger im Schnee versinken. Nichtskifahrer bekommen mit dem Schneeschuhwandern eine besonders tolle Möglichkeit geboten, einen schönen Wintersport auszuüben. Sport und Natur können auf einfachste Weise verbunden werden. Hier muss die Lawinengefahr abseits gesicherter Routen immer im Auge behalten werden, um sich nicht selbst zu gefährden. In der winterlichen Bergwelt setzt das Wandern einige Verhaltensregeln voraus, um sich und andere nicht in eine Gefahr zu bringen.

Beim Skibergsteigen oder Skitourengehen wird man abseits von präparierten Skipisten Berge besteigen und Talfahrten absolvieren. Am beliebtesten sind hierbei Abfahrten im frischen Pulverschnee, jedoch muss hierbei ein hoher Kraftaufwand betrieben werden. Außerdem besteht eine erhöhte Lawinengefahr, insbesondere wenn der Schnee unter starkem Windeinfluss gefallen ist. Zur Ausrüstung gehören Tourenskier, die recht kurz und breiter als die üblichen sind, eine spezielle Skibindung, ein Sicherheitsset und wetterfeste Kleidung. Weiterhin wird eine Karte oder ein Kompass sowie Notproviant benötigt. Bei schweren Bedingungen sollten Harscheisen und Teleskopstöcke niemals fehlen. Skischuhe, die etwas weicher gebaut wurden wie gewöhnlich, werden das Gehen erleichtern. Bei felsigem oder steilem Gelände sind Schuhe mit Profilsohle wichtig. Wer einen Gipfel besteigen möchte, benötigt Profilsohlen, jedoch muss die Bindung auf die erhöhte Reibung abgestimmt sein.

Wie man sieht ist Bergsport sehr vielseitig, weshalb sicherlich für jeden Geschmack etwas passendes dabei sein wird. Ob es nun mit Klettern, Wandern oder Skiern zu tun hat - bei allen Sportarten befindet man sich an der frischen Luft und ist von einer idyllischen und wunderschönen Natur umgeben.

Die Grenze vom Wandern bis zum Bergsteigen ist fließend. Beginnen auch sie mit diesem gesunden Freizeitsport

Einfach die Bergschuhe zuschnüren, wandern und den Stress vom Alltag hinter sich lassen - Für viele Menschen ist Wandern und Bergsteigen das, wobei am besten entspannt und abgeschaltet werden kann. Bewegung in der freien Natur oder einfach gemeinsam auf Entdeckungstour gehen - Verschiedene Wanderwegnetze lassen zumeist keine Wünsche offen. Im idealen Fall sind hohe Gipfel mit anspruchsvollen Wanderrouten und Bergtouren mit gemütlichen Spazierwegen vorhanden, sodass je nach Lust und Laune entschieden werden kann, welchen Weg man gehen möchte. Wanderspaß für jeden bieten meistens Themenwege und Rundtouren. Wenn in einer Berghütte Rast gemacht wird, kann man mit Freunden oder der Familie entspannen und unter Umständen den Weidenschellen der Kühe auf der Weide lauschen. Die frische Luft, die beim Wandern in den Wäldern eingeatmet werden kann, wird ebenfalls besonders gut tun. Schlussendlich ist es natürlich auch das Panorama, was Wanderungen zu etwas ganz Besonderem macht. Man kann den Augenblick einfach nur genießen und auf sich wirken lassen. 

Wer ohne Hindernisse wandern möchte, muss allerdings auch die passende Ausrüstung dabei haben. Diese ist unterwegs nämlich von grundlegender Bedeutung, damit Expeditionen und Unternehmungen auch erfolgreich abgeschlossen werden können. Der ganze Spaß beim Wandern kann getrübt werden, wenn beispielsweise die Regenjacke vergessen wird. Weiterhin kann es recht langwierig werden ein Feuer zu entfachen, wenn weder Streichhölzer noch Feuerzeug mit von der Partie sind. Das beste geräucherte Fleisch lässt sich auch nur sehr zäh abbeißen, wenn vorher nicht kleine Würfel mit dem Messer abgeschnitten werden konnten. Kleine Fehler ziehen also große Wirkungen nach sich. Von daher ist es immer sinnvoll, wenn man sich zuvor eine Checkliste zusammenstellt. Selbst erfahrene Wanderer sollten auf diese nicht verzichten. Besonders wichtig sind natürlich auch Medikamente und Notfallsets. Verletzungen sind beim Wandern keine Seltenheit.

Wandern ist jedoch nicht gleich Bergsteigen und Bergsteigen ist auch nicht das gleiche wie Trekking. Im weiteren Verlauf werden Sie jedoch alles rund um Wandern und Bergsteigen erfahren. Wo können schöne Wanderurlaube verbracht werden und was sind eigentlich die Grundvoraussetzungen für das Wandern?

Trekking ist nicht nur das Zurücklegen von Wegstrecken, sondern gesunder Freizeitsport an der frischen Luft und Unterhaltung

Im Allgemeinen versteht man unter Trekking das Zurücklegen von längeren Strecken mit Gepäck. Die meisten Trekker verzichten hierbei auf die vorhandene Infrastruktur also auf Straßen oder Wege. Trekking kann entweder als Weitwanderung zu Fuß, mit dem Fahrrad, Kanu oder Langlaufskiern bzw. Schneeschuhen absolviert werden. Im Vergleich zum gewöhnlichen Wandern wird hier also eine viel längere Strecke zurückgelegt. Ein weiterer Unterschied besteht auch darin, dass beim Wandern die dafür vorgesehenen Wege benutzt werden. Trekking wird als zivilationsfern bezeichnet. Man "trekkt" in der Regel in Gebieten, die kaum oder gar nicht besiedelt sind. Der besondere Reiz beim Trekking besteht insbesondere in dem intensiven Erlebnis unverfälschter Natur.

Viele Menschen wollen ursprüngliche Kulturen abseits der Zivilisation genießen. Trekking verlangt allerdings eine mindestens durchschnittliche Kondition. Um eine Trekkigtour durchstehen zu können, muss man sich also gut vorbereiten. Mentale Stärke, Survival Basistechniken und das Verhalten im Notfall sind Dinge, die unbedingt beherrscht werden müssen.

Müssen besondere Regeln beachtet werden?

Hier lautet die Antwort ganz klar: Ja! Man befindet sich in der freien Natur, weshalb einige Dinge niemals außer Acht gelassen werden sollten. Naturschutzgebiete unterliegen beispielsweise den nationalen Verboten, weshalb teilweise Genehmigungen benötigt werden, damit die Personenanzahl in einem bestimmten Gebiet zu einem bestimmten Zeitpunkt begrenzt werden kann. In Deutschland gibt es jedoch generell keine Probleme und außerdem spezielle Gebiete, in denen das Trekking gestattet ist.

Welche Ausrüstung fürs Trekking

Zur eigenen Sicherheit ist natürlich eine angemessene Ausrüstung von Nöten. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Klimazone und Vegetation kann sich diese unterscheiden. Neben der Verpflegung ist die Ausrüstung ein wichtiger Bestandteil der Trekkingvorbereitung. Zelt, Schlafsack, Kleidung, Stiefel und Socken müssen je nach Klimazone sorgsam ausgewählt werden. Bei trocken-kalten Klimazonen kommt es beispielsweise vor allem auf die Windstabilität an. In trockenen und heißen Regionen muss ein abnehmbares Außenzelt dabei sein, damit das Innenzelt nur als Repellenschutz verwendet werden kann.

Weitere Grundbestandteile sind passende Stiefel und die richtige Bekleidung. Kleider sollten bestenfalls nach dem Zwiebelprinzip ausgewählt werden. Im Rucksack selbst wird man meistens ein Zelt, eine Isomatte, einen Schlafsack, einen Kocher, Verpflegung und Kleider einpacken müssen. Zur Grundausrüstung gehören außerdem auch Trekkingstöcke. Je nachdem wie lange man vorhat zu Trekken und je nach Körpergröße und Gewicht sind pro Person etwa 20 Kilogramm zu tragen, wenn die Trekkingtour an die Zivilisation angeschlossen ist. Bei Touren in der Wildnis muss natürlich deutlich mehr getragen werden. Je nach Anzahl der Teilnehmer und Dauer der Tour kann die Ausrüstung auch von geländefähigen Fahrzeugen transportiert werden.

Körperliche Fitness nötig?

Personen, die keine Wandererfahrung haben, aber trotzdem in regelmäßigen Abständen Ausdauersport betreiben, können in der Regel beruhigt an einer Trekkingtour teilnehmen. Wer keinen Sport betreibt, muss vor einer langen Trekkingtour auf jeden Fall mit kleinen Spaziergängen oder Ausdauereinheiten anfangen. Ausdauersportler sollten sich ebenfalls ein klein wenig auf eine Trekkingtour vorbereiten. Auf gar keinen Fall sollte die zusätzliche Belastung durch das Gepäck unterschätzt werden. Schulter-, Rücken- und Halsschmerzen können oft reduziert oder ganz vermieden werden, wenn im Vorhinein bereits mit schwereren Rucksäcken trainiert wird. Tageswanderungen sollten unbedingt durchgeführt werden, da dies die perfekte Vorbereitung darstellt.

Die Routenplanung - Was muss beachtet werden?

Hierbei müssen mehrere Dinge beachtet werden. Zunächst muss man seine persönliche Erfahrung und Fitness gut einschätzen können und nach diesen Kriterien eine Route zusammenstellen. Es kommt aber auch auf die Beschaffenheit des jeweiligen Geländes an. Sogar fitte, erfahrene Trekker haben Probleme mit bestimmten Routen, die sehr komplex sind.

Wer seine erste Tour plant, sollte etwas vorsichtig sein. Eine Strecke von 15 oder 20 Kilometern kann bei anspruchsvollem Gelände sehr anstrengend sein und vollkommen ausreichen. Höhenmeter sollten unbedingt in die Planung aufgenommen werden. Eine Höhendifferenz von 100 Metern mag zunächst recht wenig erscheinen, jedoch besagt die Faustregel, dass man 100 Höhenmeter wie einen weiteren Kilometer berechnen sollte.

GPS beim Wandern und Bergsteigen vor dem ersten Einsatz unbedingt testen und die Handhabung üben

Wer mit einem GPS Gerät wandern möchte, sollte dieses sicherheitshalber zunächst ausprobieren. Eine Tour im Hochgebirge, bei der man sich leicht verlaufen kann, ist wahrscheinlich der falsche Zeitpunkt, für einen erstmaligen Einsatz. Beim Ablesen von Koordinaten von einer UTM-Karte können einige Fehler unterlaufen. Daher lautet auch hier der Tipp: In aller Ruhe daheim oder in bekanntem Gebiet ausprobieren!

Falls man über keinen GPS-Empfänger mit digitaler Karte verfügt, sollten die Koordinaten vom Ausgangspunkt und dem Ziel in den Empfänger einprogrammiert werden. Beim Wandern ist das Ermitteln der UTM-Koordination oder GPS-Position recht mühselig. Es sollte nichtsdestotrotz immer eine UTM-Karte vorhanden sein, falls man sich im Endeffekt doch verläuft. 

Es darf keinesfalls vergessen werden, dass die Akkus voll sein müssen. Je nach Empfänger und Dauer der Wandertour müssen Ersatzakkus mitgenommen werden. Im Idealfall haben alle elektronischen Geräte, die mitgeführt werden, denselben Typen Akku. Mit GPS erhöht man die Wahrscheinlichkeit, dass man den richtigen Weg schnell findet. Man kann sich allerdings nicht mit einer 100%igen Wahrscheinlichkeit darauf verlassen, dass alles gut geht. Es kann durchaus passieren, dass kein GPS-Empfang möglich ist oder der Empfänger aus der Hand rutscht und kaputt geht. Wenn man sich in vollkommen unbekannte Gebiete begibt, sollte sicherheitshalber immer eine Karte mitgeführt werden.

Ein Empfänger benötigt immer einen Sicherheitskontakt zu vielen GPS-Satelliten. In der Gürteltasche sollte aufgrund der Körperbeschattung daher kein GPS-Empfänger aufbewahrt werden. Wenn die Empfangsbedingungen schlecht sind, muss man beim Wandern aus diesem Grund eher ein Schultergurt oder eine Deckeltasche benutzen, um den Empfänger aufzubewahren. Zu Beginn der Tour sollte der Ausgangspunkt der Wanderung in den Empfänger als Wegpunkt eingespeichert werden. Danach sollte der Empfänger kurz aus- und dann wieder angeschaltet werden, sodass alles auch sicher abgespeichert ist. Wenn der Akku leer ist, wird der Empfänger nämlich abstürzen und alle neue Daten verschwinden. Genauso läuft es auch bei größeren Erschütterungen. Während dem Wandern sollten die markantesten Wegpunkte abgespeichert werden. Falls die Aufzeichnungen dann aufgrund wechselnder Empfangsbedingungen unbrauchbar sind, kann der Rückweg aufgrund der gespeicherten Wege einfacher sein. Meistens ist die Abspeicherung des Wegpunktes mit einem oder wenigen Tastendrücken verbunden. Der Name dieses Punktes wird automatisch vergeben, kann jedoch auch selbstständiger verändert werden. Sollte der Empfänger nicht benötigt werden, kann nichtsdestotrotz ab und zu geprüft werden, ob er noch seinen Dienst leistet. Es kann schließlich sein, dass die Akkus schwächeln oder man vom Weg abgekommen ist. Sollte aus irgendeinem Grund kein Empfang möglich sein, muss der Empfänger ausgeschaltet werden. Andernfalls wird es unschöne Zacken geben, die die Trackaufzeichnung der Wanderung ruinieren. Nach der Wandertour kann ein PC-Backup der Tourdaten für spätere Wandertouren mittels geeigneter Software gemacht werden.