Billard lernen - spielend zum Billard Profi

Billard lernen ist nicht so schwer, wie mancher glaubt. Versuchen Sie es einfach, Sie werden sehen es macht Spaß.

Haben Sie sich auch bereits gedacht, daß es schön wäre Billard zu lernen, aber bis jetzt nicht gewußt, wie Sie den Anfang machen sollen. Wenn Sie einige Hinweise beachten, dann ist es gar nicht so schwer Billard zu lernen. Machen Sie sich zunächst mit den Regeln des Spiels vertraut. Das verlangt Ihnen aber bereits die erste Entscheidung ab: Welche Art von Billard möchten Sie lernen? Pool-Billard, Carambol, oder etwa gleich die Königsdisziplin Snooker. Am gängisten ist wohl Pool Billard, hier werden Sie auch am schnellsten einen Billard Tisch zum Üben und den geeigneten Spielpartner finden.
Sie haben nun die Regeln gelernt und möchten an den praktischen Teil herangehen. Suchen Sie dazu am besten einen Billard Club oder Billard Verein auf, erklären Sie dort Ihr Vorhaben und mieten Sie sich einen Tisch für eine bestimmte Zeit. Für den Anfang ist es vermutlich besser nicht in einer überfüllten Kneipe zu spielen, um nicht die Motivation zu verlieren. In einem Verein oder Club wird man Ihnen Tipps geben und es wird auch keiner lachen, wenn Sie einen unglücklichen Stoß machen.

Üben Sie einige Stöße, um ein Gefühl für das Queue und die Bälle zu bekommen. Legen Sie die Bälle dazu willkürlich auf den Tisch. Stellen Sie sich locker, aber mit sicherem Stand an den Billard Tisch. Achten Sie darauf, nicht zu verkrampft zu sein. Es geht nicht darum einen Preis zu gewinnen, sondern Spaß zu haben und das Spiel zu lernen. Die Füße sollten eine Abstand am Boden haben, damit der Stand wirklich sicher ist. Neigen Sie nun den Oberkörper zum Billardtisch hin und halten Sie dabei das Queue von oben mit Zeigefinger und Daumen umschlossen. Die Anderen Finger liegen nur am Schaft des Queues an. Sie halten dabei das Queue fest, aber nicht verkrampft. Mit der anderen Hand machen Sie nun einen Bock für das Queue. Rechtshänder machen mit der linken Hand den Bock. Linkshänder machen es umgekehrt. Es gibt verschiedene Arten einen Bock zu machen und es hängt von der Spielsituation und vom Können des Spielers ab, welcher Bock bei welchem Stoß verwendet wird. Benutzen Sie Anfangs die beiden Grundarten des Bocks, der offene und der geschlossene Bock. Beim offenen Bock stützen Sie sich mit Zeigefinger und Mittelfinger auf dem Spieltisch ab und bilden mit dem Daumen eine Art Führung für das Queue.

Beim geschlossenen Bock stützen Sie sich mit Mittelfinger und Ringfinger am Billardtisch ab und umschließen das Queue mit Daumen und Zeigefinger und bilden auf diese Art die Führung für das Queue. Nun bewegen Sie das Queue "gerade" auf den weißen Ball zu und stoßen ihn in die Richtung des färbigen Balls, den Sie spielen möchten. Achten Sie beim Stoß darauf, daß Sie den Oberarm ruhig halten und beim Stoß nicht bewegen. Der Stoß erfolgt nur mit dem Unterarm, der sich parallel zum Körper bewegt und dabei nicht seitwärts wackelt. Mit etwas Übung wird es Ihnen auf diese Weise gelingen, einen der färbigen Bälle in die Tasche des Billardtischs zu spielen. Damit ist der erste Schritt Billard zu lernen getan. Nun gilt es Ihr Spiel weiter zu verfeinern, und andere Stoßtechniken dazuzulernen. Nun haben Sie es selbst bemerkt: Billard lernen ist nicht so schwer, wie Sie Anfangs geglaubt haben.

Eines der wichtigsten Dinge, die Sie beherrschen sollten ist die Grundhaltung des Billard Spiel

Auch wenn nun manche schmunzeln mögen, die Grundhaltung beim Billard-Spiel ist äußerst wichtig. Viele Fehler passieren nicht durch einen unkorrekten Stoß, sondern alleine durch falsche Grundhaltung. Dazu kommt, dass jene Haltung, welche man sich als Anfänger angewöhnt hat, nur sehr schwer wieder zu korrigieren ist. Selbst als Fortgeschrittener wird man immer wieder Probleme mit dieser Angewohnheit haben. Wie aber sieht nun die richtige Grunhaltung beim Billard Spiel aus?


Das wichtigste ist die Stellung Ihres Körpers zum Tisch. Stellen Sie sich so, dass Ihre Füße zueinander im Winkel von 45 Grad stehen und dass jeder Fuß in etwa den gleichen Winkel zu Stoßrichtung hat. Der Abstand Ihrer Füße sollte in etwa Ihre Schulterbreite sein. Auf diese Weise haben Sie einen ruhigen ausgewogenen Stand und das Gewicht gleichmäßig auf Ihre beiden Füße verteilt. Ihr Oberkörper sollte nach vorne gebeugt sein, indem Sie sich mit Ihrer Führungshand am Billardtisch abstützen. Ihre Augen visieren das Ziel und auf dieser Linie (zwischen Augen und Ziel) sollen Spielball und auch das Queue liegen.

Das Queue wird beim Billard spielen mit lockerem Griff und wenig Druck gehalten. Die Hand umschließt das Queue von oben.

Wenn man beim Billard spielen zusieht fällt oft auf, wie verkrampft die Billardspieler das Queue halten, dabei ist gerade der Griff beim Billard spielen enorm wichtig. Wenn man dann wieder selbst ein Billard-Queue in der Hand hat, merkt man wie schwierig es Anfangs ist, das Queue locker und denoch zielsicher zu halten. Üben Sie daher den Griff beim Billard spielen und achten Sie zu Beginn vermehrt darauf, wie Sie das Billardqueue halten. Ihre Hand umschließt das Billard-Queue von oben, Sie halten das Queue aber mit Daumen und Zeigefinger. Daumen und Zeigefinger schließen sich fast drucklos um den Schaft des Queues. Bei kräftigeren Stößen steigt der Druck ein wenig an, bleibt aber eher mäßig und darf auf keinen Fall fest oder krampfhaft werden.

Da das Queue beim Stoß 'gerade' nach vorne gebracht werden muss, muss die Bewegung genau in der Verlängerung der Queue-Achse erfolgen. Bewegt wird nur der Unterarm, niemals der Oberarm.  Das Handgelenk bleibt beweglich. Sie halten das Queue ca. 40cm vom Ende des Queues entfernt.
Hinweis: Auch bei starken Stößen bleibt der Griff locker und gefühlvoll, selbst wenn Sie mit viel Effet spielen. Achten Sie auf den Abstand zwischen Bock und Griff beim Billard spielen. Der Abstand sollte immer gleich bleiben. Je weniger Sie den Abstand verändern, desto besser für Ihr Billard-Spiel

Der Bock bildet beim Billard spielen das Gegenstück zum Griff. Der Bock ist verantwortlich für die Führung des Queue und muss einen sicheren Halt bieten.

Während der Griff dazu da ist, das Queue zu halten und den Stoß durchzuführen, ist der Bock dazu da, dem Queue die notwendige Führung zu verleihen und dem Billard-Queue einen festen Halt zu geben. Dabei wird ein Rechtshänder immer die linke Hand nehmen, um einen Bock zu machen, der Linkshänder natürlich die rechte Hand. Wir werden im folgenden vorerst die zwei gängisten Bock-Varianten beschreiben, die einem Anfänger in fast jeder Spielsituation reichen werden: Der offene Bock und der geschlossene Bock.

Der offene Bock: Oft auch Bock ohne Fingerschlaufe genannt. Der Zeigefinger dient als Stütze, der Daumen dient als Führung. Das Queue wird mit den Fingern nicht umschlossen (ohne Fingerschlaufe). Das Queue liegt fest und sicher auf der Führung auf. Wird sehr oft beim "hohen Bock" angewandt, als bei Bällen, die nahe an der Bande oder nahe an anderen Bällen liegen.

Der geschlossene Bock: Beim geschlossenen Bock bilden der Daumen und der Zeigefinger eine Fingerschlaufe, welche das Queue umschließt und damit die notwendige Führung verleiht.

Die Bockhand liegt unverrückbar aber nicht verkrampft auf dem Billardtisch auf. Die Finger sind leicht gespreizt und sorgen auf diese Weise für eine größere Auflagefläche. Falls eine Fingerschlaufe verwendet wird (geschlossener Bock), dann darf diese nicht zu fest sein und muss ein reibungsloses durchlaufen des Billardqueue gewährleisten.

Was ist das Geheimnis vom perfekten Stoß beim Billard spielen? Statt einen Stoß zögerlich durchzuführen, muss dieser stets energisch und entschlossen nach vorne gerichtet sein.

Nachdem Sie nun die korrekte Haltung eingenommen haben und das Billard-Queue mit dem richtigen Griff halten und mit dem passenden Bock führen, können Sie sich an den ersten Stoß wagen. Machen Sie vor dem eigentlichen Stoß ca. drei bis fünf "Anschwünge" und führen dann erst den Stoß aus. Dies wird Ihnen helfen, das richtige Gefühl für den Stoß zu bekommen. Der Stoß muss entschlossen nach vorne gerichtet sein, die Bewegung soll fließend sein und darf nicht ruckartig oder abgehackt druchgeführt werden. Die oft gesehenen kraftvoll und ruckartig durchgeführten Stöße sehen zwar beeindruckend aus, sind aber nicht zu kontrollieren.

Selbstverständlich gibt es auch sanfte Stöße, aber selbst die werden nicht zügerlich, sondern entschlossen gemacht. Beim Stoß geht es darum, den Impuls auf den Ball zu übertragen und damit dem Ball den richtigen Effet, bzw. den gewünschten Rücklauf und die passende Geschwindigkeit mitzugeben. Passen Sie auf, dass Ihr Queue beim Stoß nicht seitlich pendelt, der Stoß geht immer nur in Richtung Längsachse des Queues. Auch eine Auf- oder Abbewegung ist unerwünscht. Wie weit Sie in den Ball "hineinstoßen" ist vom gewünschten Effekt des Sotßes abhängig. Probieren Sie ruhig mal einige Stöße aus, Sie werden sehr schnell bemerken, wie Ihr Stoß wirkt.