Pool-Billard, Carambol und Snooker

Pool-Billard, Carambol und Snooker entwickelte sich bis heute von der Freizeitbeschäftigung in Kneipen, zur weltweit anerkannten Sportart.

Kannte man Billard früher nur aus Filmen, in denen die "coolen Jungs" in einer verrauchten Bar ihre Zeit totschlugen und auf einen "Auftrag" warteten, entwickelte sich Billard bis heute zur anerkannten Sportart und sehr beliebten Freizeitbeschäftigung. Auch die Varianten des "Billard" haben sich seither verändert. Wurde in den Anfängen hauptsächlich Karambolage (Carambol oder Karambol) gespielt, so setzten sich auch immer mehr die Spielarten Pool-Billard und Snooker durch. Wobei die Grundzüge des Spiels dabei immer die gleichen sind, nämlich mit einem Queue (einem geraden langen Stock) den Ball oder die Bälle am Spieltisch zu treffen und durch diesen "Stoß" in die gewünschte Richtung rollen zu lassen.

Beim Carambol müssen Sie dabei eine der drei Bälle mit dem Queue treffen und dieser getroffene Ball muß wiederum die beiden anderen verbleibenden Bälle treffen. Beim Pool-Bollard hingegen müssen Sie mit Ihrem Queue den weißen Ball treffen und mit diesem die andersfarbigen. Um Billard zu lernen müssen Sie nicht gleich einen eigenen Billardtisch kaufen, auch wenn es Ihr Wunschtraum ist. Oft genügt es in einem Billard-Salon oder einem Billard-Verein mit einem der Spieler um die "Tischmiete" zu spielen. Das kostet nicht viel und Sie werden aber viel dabei lernen.

Auswahl des Spielgeräts beim Billard. Nur mit einem ordentlichen Billardtisch und einem hochwertigen Queue macht das Spielen Spass.

Ein Billardqueue gibts im Internet bei Auktionen ab 1 Euro. Einen Billardtisch kann man teilweise gebraucht günstig einem Wirt abkaufen, die Spielbälle bekommt man zum Tisch gratis dazu. Dies ist die vorherschende Meinung vieler, die sich dem Billardsport widmen möchten. Aber ist der Einstieg in den Billard-Sport wirklich so günstig und so einfach? Wir meinen, Sie sollten bei der Auswahl des Spielgeräts beim Billard sorgfältiger vorgehen. Schließlich wollen Sie lange Freude am Billard haben und wenn Sie nicht gerade in Australien Zuhause sind, werden Sie den Billardtisch nicht alle 2 Jahre tauschen. Im Gegenteil - Die meisten von uns behalten Ihren Billardtisch für alle Ewigkeit, ein Wechsel kommt nicht in Frage. Allenfalls Billardqueue und Spielbälle werden nach einiger Zeit neu erworben, oder ausgetauscht. Wenn Sie schlechtes Material erworben haben, wird der Billardtisch in einer Ecke verstauben, weil es Ihnen keinen Spass macht Billard zu spielen.

Was aber spricht gegen einen alten ausgemusterten Wirtshaus-Billardtisch? Unserer Meinung nach mehreres: Zumeist sind die Banden vom vielen Spielen kaputt. Eine Reparatur der Banden im Selbstbau ist nur für ganz Mutige zu empfehlen, da hierbei auch das Tuch über der Bande entfernt und wieder neu angebracht werden muss. Das ist zwar zu schaffen, aber wenn Sie es noch nie gemacht haben, ist es wohl besser, diese Reparatur einen Fachmann machen zu lassen und dann relativiert sich der günstige Preis bereits wieder. Auch beim Billardqueue ist sorgfältige Auswahl angesagt, es gibt günstige Queues, aber auch billigen Schrott und es gibt extrem teure Billardqueues mit Intarsien und anderen Spielereien. Es werden auch unterschiedliche Queues für die unterschiedlichen Spielarten (Pool-Billard, Snooker, Carambol) verwendet. Also besser vorher etwas informieren und nicht zu viel Geld sparen, dann haben Sie später mehr Freude am Billardspiel.

Es ist also durchaus wichtig, welches Spielgerät in welcher Qualität Sie kaufen, um später auch Freude damit zu haben. Wir empfehlen daher vor dem Kauf etwas zu recherchieren und das eine oder andere Spielgerät in einem Billardsalon oder Billardverein zu testen und den Umgang damit zu üben. Erst beim spielen bemerken Sie die feinen Unterschiede und wissen danach worauf es ankommt. Auch hier gilt die alte Regel: Wer billig kauft kauft teuer, weil zweimal. aber es muss nicht gleich immer das teuerste Billardqueue sein. Wichtig ist nur, dass die Verarbeitung stimmt und Sie sich damit wohlfühlen.

Das wichtigste beim Billard, die Spielbälle. Früher aus Elfenbein, jetzt aus Harz.

Während früher die Billardkugeln aus Elfenbein waren, sind die heuten Billardbälle aus Kostengründen und wegen der größeren Genauigkeit und Haltbarkeit aus Phenolharz. Beim Poolbillard wird mit 16 Spielbällen gespielt. 1 Weißer Spielball und 15 färbige. Die 15 färbigen sind von 1 bis 15 durchnumeriert. Wobei die Nummern 1 bis 8 als die "Vollen" bezeichnet werden, die Nummer 9 bis 15 als die "Halben", weil die Halben nur zur Hälfte eingefärbt sind. Ein Pool-Billardball hat einen Durchmesser von 57,2mm und ein Gewicht von 170gramm. Snooker wird mit 22 Bällen gespielt. 1 weißer Spielball und 21 sogenannte Objektbälle. Davon sind 15 rot und 7 haben eine andere Farbe und auch Wertigkeit. Eine Billardkugel beim Snooker hat eine Größe von 52,5 mm und ein Gewicht zwischen 130Gramm und 150Gramm.

Beim Carambol-Billard wird mit 3 Spielbällen gespielt. 2 Weiße und ein Roter. Für jeden Spieler 1 Weißer Spielball. Während früher die Spielbälle markiert waren, damit sie die Spieler auseinanderhalten konnten, ist heute einer der beiden "Weißen" Bälle nicht mehr reinweiß, sondern hellgelb. Carambolagebälle haben einen Durchmesser von 61,5 mm und ein Gewicht zwischen 205 Gramm und 220 Gramm.
Eine Besonderheit betrifft den Weißen Spielball beim Pool-Billard. Bei den sogenannten Münztischen bleiben bekanntlich die färbigen Bälle im Tisch, während die Weiße immer wieder herauskommt, damit Sie weiterspielen können. Das wird dadurch erreicht, daß der weiße Spielball etwas größer ist, als die färbigen Spielbälle. Mit der etwas größeren Weißen werden die färbigen Spielbälle immer etwas oberhalb der Mitte getroffen. Manche Stöße sind dadurch schwieriger auszuführen.

Ein Billardqueue aus Holz, Aluminium, Kunststoff oder Kohlefaser hat unterschiedlichste Eigenschaften beim spielen. Wählen sie Ihr Queue mit Bedacht und Sorgfalt aus.

Das Billardqueue ist aus Holz, Kunststoff, Aluminium oder Kohlefaser. Je nach Material ist das Billardqueue härter oder weicher. Was besser ist können wir hier nicht sagen, das kommt auf den jeweiligen Spieler an. Mit einem weicheren Queue kann der Billardkugel leichter Effet mitgegeben werden. Ein härteres Queue eigent sich besser, um genau zu spielen. In der Regel bevorzugen bessere Spieler härtere Billardqueues. Welches Ihnen am Besten liegt, sollten Sie ausprobieren. Billardqueues können einteilig oder auch mehrteilig sein. sollte Sie beabsichtigen Ihr Queue zu transportieren, dann ist eine mehrteiliges sicher geeigneter. Wichtig ist auch das Gewicht des Queues und das Leder (Pomeranze). Da das Leder den Kontakt zum Spielball herstellt, ist hier Genauigkeit wichtig. Dabei sind aufgeklebte Leder genauer als aufgeschraubte.

Das Leder hat bei einem Pool-Queue einen Durchmesser von 12mm bis 13mm, bei einem Snookerqueue 9mm bis 11mm und bei einem Carambolqueue 11mm. Je kleiner der Durchmesser des Leders ist, desto genauer kann (und muss) man mit dem Queue auch spielen. Das Leder wird mit einer Billardkreide eingekreidet, damit es nicht glatt wird. Mit einem glatten Leder würden Sie von der Weißen abrutschten. Professionelle Spieler kreiden ihr Leder nach jedem Stoß ein. Das dient unter anderem auch dazu die Konzentration zu erhalten. Zwischen dem Holz des Queues und dem Leder befindet sich die Ferrule, ein kleines Stück Kunststoff oder Elfenbein, das den Stoß etwas abfangen soll, damit das Holz des Queues nicht beschädigt wird. Am Oberteil des Queues befindet sich das Griffband. Am Ende des Oberteils finden Sie die Gewichtsschraube (bei einem Poolqueue zwischen 18 und 20oz) mit dem Das Billardqueue ausbalanziert wird. Darüber befindet sich ein Gummipuffer der das Queue zusätzlich schützt.

Die Queue-Brücke ist ein Hilfsgerät beim Billard um auch schwer erreichbare Bälle spielen zu können

Oft gibt es auch sehr schwer erreichbare Bälle beim Billard Spiel. Vor allem bei größeren Billardtischen, Turniertischen, oder Snooker-Tischen kommt man an an viele Bälle nicht heran. Um nicht mit unmöglichen Verrenkungen diese Bälle spielen zu müssen, gibt es die Queue-Brücke. Diese ist aus Messing, Kunststoff oder Gußeisen, mit verschiedenen Einkerbungen, in die das Queue gelegt werden kann und ersetzt unsere Hand, mit der wir an diese Stelle nicht hinkommen. An der Queue-Brücke ist meist ein Stiel (das sogenannte Brückenqueue) befestigt, es gibt aber auch Queue-Brücken, die man auf eine handelsübliches Queue aufstecken kann. An der Unterseite der Queuebrücke sind Kunststoffkapenn oder Filzkappen angebracht, um eine Beschädigung des Billardtisches zu vermeiden.

Erhältlich sind auch sogenannte "hohe" Queuebrücken, die Sie über eine im Weg liegende Billardkugel schieben können. Wann aber darf ich die Brücke beim Billard einsetzen. Wenn ein Ball schwer erreichbar ist, oder schwer zu spielen ist. Auch wenn Sie sich auf den Tisch legen müssen, um den Ball spielen zu können, ist es Zeit die Queue-Brücke einzusetzen. Bedenken Sie, dass auch in solchen Spielsituationen immer ein Fuß auf dem Boden bleiben muss. Als Rechtshänder nehmen Sie die Queuebrücke in die linke Hand, sie bildet quasi die Verlängerung Ihrer Hand. Das Queue nehmen Sie wie gewohnt in die rechte Hand und legen es auf die Queue-Brücke auf. Bedenken Sie, dass Sie mit der Queue-Brücke nicht so viel Gefühl haben, wie mit der Hand und dass einige Bälle sehr ungenau werden.

Billardkreide wird auf die Pomeranze des Billardqueues aufgetragen, damit diese besser am Spielball haftet

Mit Billardkreide wird die Spitze des Billard-Queue eingekreidet. Das hat sicher jeder von Ihnen bereits gesehen, oder schon mal gemacht. Aber wo liegt der Sinn des Einkreidens und wie oft muß man die Pomeranze (so heißt die Spitze des Queue nämlich) eingekreidet werden? Das Einkreiden hat den Sinn, daß die Pomeranze beim Stoß besser am Spielball haften bleibt und nicht abrutscht. Professionelle Spieler kreiden vor jedem Stoß ein, das hat nicht nur den Effekt, daß sie so sicher sein können, bestens gegen das Abrutschen vorgesorgt zu haben, sondern hilft Ihnen beim Erhalten der Konzentration.
Billardkreide sind normalerweise in kleinen Würfeln mit einer Seitenlänge von ca. 2cm erhältlich, die mit Papier umwickelt sind. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben. Die gebräuchlichsten sind aber blau und grün. Während die blaue Billardkreide beim Pool-Billard und beim Karambol verwendet wird, nehmen die Snooker Spieler gerne die grüne Billardkreide.

Die grüne Billard-Kreide ist etwas feiner granuliert und hinterlässt viel weniger sichtbare Spuren auf dem grünen Billard-Tuch. Oft hört man den Begriff, die Kreide sei "fetter", als eine andere. Dies hat nichts mit dem Fettgehalt einer Billard-Kreide zu tun, da Billardkreiden keinen messbaren Fettgehalt haben, sondern bezeichnet vielmehr, wie stark die Kreide an den Billardbällen haften bleibt. Das Haftenbleiben ist übrigens ein kleiner Nachteil, den man aber durch Reinigen der Billardbälle schnell wieder beheben kann. Gerade beim Snooker mit seinen präzisen Stößen ist es notwendig die Bälle öfter während des Spiels zu reinigen.

Eine kleine Geschichte über die Billard Varianten und den Ursprung des Billard-Spiels

Das heute so populäre Spiel Billard hat seine Ursprünge vermutlich im 13. Jahrhundert. Damals wollte vor allem die adlige Gesellschaft auf beliebte Rasenspiele wie Cricket bei schlechtem Wetter nicht verzichten und ersannen eine Variante die auf einem Tisch spielbar war. Daraus ergaben sich im Laufe der Zeit die unterschiedlichen Formen des Billards. Der Name selbst wird aus dem französischen Wort Bille für Kugel oder Holzstück abgeleitet.

Mit der Zeit wurden unterschiedliche Spielarten erfunden und damit auch unterschiedlich große Billard Tische. Bevor auf die einzelnen Tischformen des Billard eingegangen wird, hier eine Übersicht der bekannten Spielarten.

Das bekannteste ist wohl das Poolbillard, in dem mit dem weißen Spielball die farbig gekennzeichneten Kugeln in einer bestimmten Reihenfolge eingelocht werden müssen.
Snooker wird auch mit einem weißen Spielball und 15 roten sowie 6 andersfarbigen Kugeln gespielt.
Das Carambolage Spiel kommt völlig ohne Löcher im Tisch aus und wird mit nur drei Kugeln gespielt. Grundprinzip ist es, mit einer Kugel die anderen beiden nach bestimmten Regeln zu treffen.
Vom Kegeln abgeleitet ist das Kegelbillard bei dem wie auf den großen Bahnen allerdings mit  drei Carambolage-Kugeln gespielt wird.

Das russische Billard ist etwas größer als die anderen Varianten, das heißt, die Kugeln sind größer und die Taschen zum Einlochen so schmal dass es viel Können benötigt eine Kugel zu versenken. Im englischen Billard spielen zwei Gegner mit eigenem Spielball gegeneinander. Hier werden unterschiedliche Elemente anderer Spielarten kombiniert.