Professionell Dart spielen

Wem es nicht mehr genügt, Dart als Freizeitbeschäftigung zu machen, kann diese Sportart auch in einem Verein ausüben.

Wer Dart professionell erlernen möchte, der sollte sich bestenfalls einen Verein suchen. Aller Anfang ist schwer, weshalb man sich zu Beginn keinesfalls entmutigen lassen sollte, wenn mal etwas schief geht. Wenn man dies erst einmal geschafft hat, dann kommt man in die eigentliche Lernphase. Hier wird es immer wieder zu Höhen und Tiefen kommen, man darf jedoch nicht aufgeben. Besonders wichtig ist, dass das dominante Auge gefunden wird. Mit dem einen Finger muss auf das Bull-Feld gezeigt werden, während man beide Augen geöffnet hat. Dann sollte das eine Auge geschlossen werden, aber immer noch direkt auf das Bull-Feld gezielt werden. Dies ist gar nicht so einfach, wenn man hierbei jedoch keine Probleme hat, dann ist dieses Auge das dominante Auge. Über das dominante Auge sollte man zielen. Wenn kein eindeutiges Ergebnis herausgefunden werden kann, kann auch über beide Augen gezielt werden. Viele Darter zielen überhaupt gar nicht und verlassen sich lediglich auf den Rhythmus.

Der Wurf kann eigentlich in die 5 Komponenten Zielen, Rückbewegung, Beschleunigen, Abwurf und Nachwurfbewegung untergliedert werden. Alle Komponenten sind sehr wichtig, um den Dart präzise ins Ziel zu bekommen. Nur wer regelmäßig und gut trainiert kann den Wurf automatisieren. Für das genaue Zielen sollte man sich einen Punkt, eine Vertiefung und die Unebenheit eines Schattens suchen. Die Konzentration muss auf genau diesen Punkt gerichtet werden und schon wird man die gesamte Umgebung nicht mehr wahrnehmen. Der Oberarm muss immer sehr ruhig gehalten werden. Man könnte sich auch mal einige Profi-Spieler im Fernsehen oder auf Turnieren ansehen, dann wird man schnell sehen, auf was es letzten Endes wirklich ankommt.

Dart ist ein Konzentrationsspiel und Kopfsache. Wenn man einen Tag hat, an dem man seine innere Ruhe nicht findet, sollte man es sein lassen. Mit viel Übung wird man sich jedoch zum guten Dartspieler entwickeln. Das bedeutet natürlich nicht, dass man jeden Tag von morgens bis abends vor der Dartscheibe stehen muss und nichts mehr anderes macht. Eine Stunde am Tag wird schon völlig ausreichen, um die notwendige Sicherheit zu erlangen. Wenn man sich einen guten Verein gesucht hat, dann kann es auch sein, dass man sich ein paar Mal in der Woche zum trainieren und zum gemeinsamen spielen trifft. Dies wird jede Menge Spaß mit sich bringen und außerdem noch mehr Sicherheit geben. Darüber hinaus sollte man trotzdem auch das ein- oder andere Mal zuhause üben.

Einige Darter haben an einer bestimmten Stelle das gleiche Problem. Bei einem Wettkampf ist der Druck so groß, dass sie nur schlechte Ergebnisse werfen und sich fühlen, als stünden sie gerade wieder am Anfang. Hiervon sollte man sich jedoch nicht entmutigen lassen. Viele plagen sich mit der gleichen Situation herum. Eine Verkrampfung im entscheidenden Moment ist das Hauptsymptom für dieses Problem. Manchmal ist es akuter, manchmal schwächer. Wer sein erstes Turnier spielt, der sollte sich nicht unter Druck setzen. Beim ersten Turnier ist absolut jeder aufgeregt, sodass man sich keinesfalls alleine fühlen muss. Turniere werden viele und fast in jeder Region angeboten. Sollte man in einem Verein sein, wird man ohnehin früher oder später gefragt, ob man an einem solchen Turnier nicht teilnehmen möchte.

Mitmachen beim Dartturnier, als Profi oder Amateur

Jedem Profi Dartsportler sollte PDC ein Begriff sein. Die PDC wurde 1992 im Rahmen des Darts Split als World Darts Council gegründet. Die erste professionelle Dart Meisterschaft wurde von PDC im Jahr 1994 veranstaltet. Weltmeister wurde hierbei Dennis Priestley. In diesem Jahr begann auch die Kooperation mit Sky. Zu dieser Zeit hatte Sky Sports lediglich die Rechte an der englischen Premier League. Mit dem Dart Sport baute der Sender sein Sportangebot aus. 2002 wurde das erste Turnier in Übersee in den Turnierkalender aufgenommen. Gegenwärtig besitzt die PDC mit der GDC, DPA und der DDF viele Partnerverbände in ganz unterschiedlichen Ländern. Vor Ort werden dann die PDC Events organisiert. 2008 wurden mit den im Fernsehen übertragenen Major Dart Turnieren etwa 3,5 Millionen Dollar Preisgelder ausgeschüttet.

Premier League

Hierbei handelt es sich um die größte und populärste Dart Turnier Serie. Die Spieler der PDC werden in 14 Tagen an verschiedenen Orten in England, Wales und Schottland gegeneinander antreten. 2005 wurde dieses Turnier erstmalig ausgetragen, wobei bis ins Jahr 2006 noch 7 Darter gegeneinander antraten. Seither sind es 8 Spieler. Es finden an jedem Abend 4 Spiele statt. Wenn jeder Spieler seine 14 Spiele absolviert hat, werden die 4 besten ein "Play Off Best of 16 Legs" spielen, wodurch sie sich dann zum Finale qualifizieren können. Aufgrund des riesengroßen Erfolgs wurden die Größen der Austragungsorte erhöht, sodass viele Begegnungen in Arenen ausgetragen werden. Nur so kann die starke Nachfrage nach Tickets ausgeglichen werden. Für diese Liga qualifiziert man sich automatisch, wenn man unter den 6 Besten der PDC Weltrangliste ist. Zwei weitere Spieler werden durch besonders gute Leistungen nominiert. In der Premier League erhält der Gewinner mittlerweile etwa 150.000 Pfund für den Sieg. Insgesamt werden Preisgelder von etwa 450.000 Pfund ausgezahlt.

Die PDC Dart WM wurde im Jahr 1994 eingeführt. Diese findet immer von Ende Dezember bis Mitte Januar statt. Sie gehört zu den wichtigsten Turnieren der PDC und wurde bis 2007 in einer bemerkenswerten Atmosphäre im Circus Tavern ausgetragen. Hier treten 64 Spieler in der ersten Runde gegeneinander an. Es wird nach dem KO-System aussortiert. Die besten 32 der PDC Weltrangliste qualifizieren sich automatisch für diesen Wettbewerb. Die anderen 16 Teilnehmer können sich in einem speziellen Turnier qualifizieren, welches immer im Dezember ausgetragen wird. Es gibt jedoch auch Wildcards, die ohne ein Turnier vergeben werden können.

Neben der Dart Weltmeisterschaft ist auch die UK Open ein besonders wichtiges Turnier für alle Dart Profis. Derzeit umfasst dieser Wettkampf 128 Darter, die sich in 8 regionalen Turnieren qualifizieren können. Dieser Wettbewerb wird auch DFB Pokalwettbewerb genannt, weil es keine normal gesetzten Darter gibt.

Der Jocky Wilson Cup wurde 2009 erstmals ausgetragen. Dieser Cup wurde vor allem zu Ehren Jockey Wilson ausgerichtet. Er war einer der populärsten Dartspieler aus Schottland. Es handelt sich hierbei um einen Ländervergleich zwischen Schottland und England. Beide Länder können von zwei Spielern vertreten werden. Erst werden die Darter einzeln und dann im Doppel gegeneinander antreten. Ein Sieg im Einzel wird 1 Punkt und ein Spiel im Doppel 2 Punkte bringen. Wer erstmals 4 Punkte erreicht hat wird das Turnier gewinnen. Sollte es 3:3 stehen, wird das Team mit den meisten 180'ern gewinnen. Sollte auch hier ein Gleichstand herrschen, wird das Team gewinnen, das zuerst eine 180 wirft.

Wie man sieht, verlaufen die einzelnen Turniere sehr unterschiedlich. Je nach Turnierart kann man sich also auf verschiedene Weisen qualifizieren. Ebenso unterscheiden sich die Preisgelder.