Segeln als Freizeitbeschäftigung und Sport

Segeln hat sich über die Jahrhunderte vom reinen Transportgeschäft hin zur Trendsportart entwickelt

Segelschiffe hatten über einige Jahrhunderte auf der ganzen Welt eine enorme Bedeutung für den Handel, da Konsumgüter auf diesem Wege von A nach B transportiert werden konnten. Obendrein wurden sie für die Kriegsführung und den Fischfang genutzt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden Segelschiffe nach und nach von den maschinellen Schiffen verdrängt. In der Industrie werden Segelschiffe heutzutage also nur noch selten oder gar nicht mehr genutzt, jedoch ist das Segeln als Freizeitaktivität immer noch sehr beliebt. Sogar Wettkämpfe werden noch abgehalten. In weniger fortentwickelten Regionen dienen die Schiffe auch noch wirtschaftlichen Aspekten, sodass ein Leben ohne sie kaum denkbar wäre. Vom persischen Golf werden beispielsweise Lasten nach Afrika und Indien befördert, genau wie vor vielen Hunderten Jahren. 

Segelschiffe haben sich in ihrem Aussehen immer fortentwickelt, sodass es heutzutage viele verschiedene Modelle und Größen gibt. Prinzipiell wird zwischen Verdrängern und Gleitern unterschieden. Verdränger sind meistens schwere und große Schiffe wohingegen die Gleiter die kleinen, leichten, schnellen Boote sind. Von Ein-Personen-Jollen bis hin zu Yachten oder Katamaranen reicht die Spannbreite bis zu Großseglern mit einer Dutzend Mann Besatzung aus. Für die verschiedenen Typen haben sich eine ganze Reihe Segelmanöver entwickelt, die in sportlichen Wettkämpfen gezeigt und perfektioniert werden können. Hierzu ist natürlich auch ein grundlegendes Verständnis vom Segeln und vom Aufbau des Schiffes von Nöten. Je nach Größe und Fahrgebiet sind obendrein seemännische Grundlagen und besondere Kenntnisse über die gesetzlichen Regelungen erforderlich.

Ein Segelschiff wird durch genau zwei Effekte vorangetrieben: Einerseits ist das der Winddruck auf das Segel und andererseits die Luftströmung um das Segel, die durch einen Unterdruck am Segel zieht. Beide Effekte überragen sich letztendlich. Bei einem fahrenden Schiff oder Boot ist die Gegenkraft zum Vortrieb der Wasserwiderstand. Dieser wirkt auf den Rumpf des Schiffes. Der hauptsächliche Vortrieb entsteht jedoch durch die Übertragung des Winddrucks auf den Mast oder die Masten und Schoten. Sollte der Wind von hinten auf das Segel treffen, wird der Antrieb durch den Widerstand, den die Segel dem Wind entgegensetzen, erfolgen. Die Luftströmung wird dann unterbrochen und der Wind wird versuchen den Widerstand wegzudrücken. Als Trimm werden die Einstellungen eines Schiffes bezeichnet, wie zum Beispiel die Gewichtsverteilung auf dem Schiff und die Segelstellung zum Wind. Der Trimm kann unter anderem die Schnelligkeit des Schiffes beeinflussen. Aber auch die Kursstabilität und die Krängung sowie das Verhalten beim Segeln wird beeinflusst. Es kann zwischen Masttrimm, Segeltrimm und Gewichtstrimm unterschieden werden.

Segeln lernen für jung und alt. Ob online oder in der Segelschule.

Segeln lernen kann jeder. Vom Kind bis zum Rentner, hier werden keine Unterschiede gemacht. Wer einmal das Segeln gelernt hat, wird es auch nicht mehr verlernen - das ist genauso wie mit dem Schwimmen oder Radfahren. Segeln lernen kann man jedoch nicht alleine auf dem Wasser. Wer das Segeln richtig beherrschen möchte, muss auch ein wenig Segelwissen besitzen. Dieses Wissen kann man sich entweder im Internet aneignen oder aber Bücher lesen.

Ein Online-Kurs bringt viele Vorteile mit sich - und das im Sommer genauso wie im Winter. Anstatt in einer Segelschule einen Grundkurs zu buchen, kann man erst einmal online an einem Kurs teilnehmen. Wann immer man Lust und Zeit hat, kann man sich an dieser Stelle die Grundlagen des Segelns zeigen lassen. Die komplette Theorie wird einem in einer Art und Weise vermittelt, die eine herkömmliche Segelschule nicht bieten kann. Auch den Pyroschein kann gleich mitgemacht werden. Dieser wird benötigt, um an einer Küste ein Boot zu chartern. 

Um auf Jollen segeln zu lernen, muss man sich an eine Segelschule wenden. Bestenfalls schaut man sich auf der Website des Deutschen Segelverbandes um, da hier zahlreiche gute Segelschulen aufgelistet werden. Wer vorher im Internet beispielsweise den Sportbootführerschein Binnen erworben hat, wird nun keinen Segelgrundschein mehr benötigen. Man hat die Möglichkeit, gleich segeln zu lernen. Anstelle von Theorie büffeln, kann man sich nun voll und ganz aufs Bootfahren konzentrieren. Mit den Vorkenntnissen wird man schnelle Fortschritte machen, sodass man nach kürzester Zeit die Prüfung abgelegen kann. Danach wird man den Sportbootführerschein Binnen für beide Antriebsarten besitzen - Segeln und Motor.

Wer das Segeln auf Yachten erlernen möchte, muß nicht zuerst auf Jollen segeln. Viele Segelschulen behaupten das, man sollte sich jedoch keinen Floh ins Ohr setzen lassen. Der amtliche deutsche Führerschein für Segelyachten wird SKS-Schein betitelt. Voraussetzung hierfür ist, dass man den Sportbootführerschein See in der Tasche hat. Diesen kann man ganz einfach im Internet absolvieren. Der SKS:Schein muss innerhalb von einem Jahr absolviert werden. Es muss eine theoretische und eine praktische Prüfung abgelegt werden. Auf die Theorie kann man sich mit Lehrbüchern oder auch mit Hilfe des Internets vorbereiten. Ein Wochenendkurs wird sich eventuell auch auszahlen. Die Praxis wird nach einem SKS-Törn abgelegt. Ein solcher Törn dauert bis zu zwei Wochen und kann auf dem Mittelmeer, der Ost- oder der Nordsee abgehalten werden. Man wird zahlreiche Segelschulen finden, die diesen Törn anbieten werden. Man bucht diesen Törn wie eine Urlaubsreise. Wenn man das Segeln auf einer Segelyacht gelernt hat, wird man die Prüfung auf Segeljollen erlassen bekommen. Inhaber eines SKS-Scheins müssen also keine praktische Prüfung ablegen, um den Sportbootführerschein Binnen zu erwerben. Somit kann viel Zeit und Geld eingespart werden. Nach einer bestandenen Prüfung muss jedoch Erfahrung gesammelt werden. Man sollte sich daher eine Jolle leihen und einfach segeln. Man muss nebenbei das Segelwissen vertiefen, indem man ein Lexikon durchstöbert. Segelzeitschriften können ebenfalls sehr interessant sein.

Um Segeln zu können wird ein Segelschein benötigt.

Wer einen Segelschein machen möchte, sollte sich zunächst überlegen, für was er ihn benötigt. Wird er lediglich gebraucht, um auf kleinen Jollen und Binnenseen zu segeln oder sollen die Meere erkundet werden? Im ersten Fall wird ein Sportbootführerschein für Binnengewässer ausreichen, wer jedoch die Meere erkunden und an der Küste eine Segelyacht chartern möchte, der wird einen Sportküstenschifferschein bzw. einen SKS-Schein brauchen. Wer diesen Segelschein absolvieren möchte, muss genau zwei Schritte gehen: Zunächst den Sportbootführerschein See und dann den SKS-Schein erwerben. 

Wer auf dem Meer segeln möchte, muss allerdings nicht zuerst mit den Jollensegeln anfangen. Es schadet natürlich nicht, mit leichten und kleineren Booten grundlegende Dinge zu erlernen, jedoch ist es keine Pflicht. Solch ein Führerschein ist aber auch eine Frage des Geldes und der Zeit. Wer den Segelschein für Yachten besitzt, kann mit einer einfachen Zusatzprüfung auch den Sportbootführerschein Binnen erwerben. Umgekehrt geht das natürlich nicht.

Egal, ob bereits Grundkenntnisse bestehen oder nicht - man sollte gleich den echten Segelschein machen. Der Grundschein ist kein Zwang und an für sich unnötig. Der Deutsche Segel Verband stellt einen tollen Überblick der besten Segelschulen bereit, sodass man leicht eine geeignete Segelschule findet. Wie die meisten wahrscheinlich bereits beim Autoführerschein festgestellt haben, geht nichts ohne Theorie. Auch beim Segelführerschein muss man Theorie lernen - und das nicht zu wenig. Beim Sportbootführerschein Binnen gehören 300 Fragen dazu. Man sollte den Segelschein daher nicht unbedingt im Urlaub machen, da ansonsten pauken angesagt ist. Die Theorieausbildung sollte vorher abgeschlossen werden, da die Praxis dann viel schneller und effektiver vollendet werden kann. Die schönen Seiten des Segelns können voll und ganz genossen werden. Eine Ausbildung im Internet ist selbstverständlich auch möglich. Auch ein Pyroschein, der zum Charten gebraucht wird, kann im Netz gemacht werden. Im Internet werden außerdem gute Trainingsprogramme bereitgestellt, sodass das Lernen gleich viel mehr Spaß macht. Man wird schnell Fortschritte feststellen und besser abschätzen können, wann man für die Prüfung bereit ist.

In der Praxis wird man dann all das machen, was man in der Theorie bereits gehört hat. Nach der Theorie beginnt also erst der wirkliche Spaß. Man wird zum ersten Mal das Schwanken des Bootes unter den eigenen Füßen spüren. Man wird die Segel und die Leinen in die Hand nehmen und sich wahrscheinlich erst einmal fragen, was genau man nun tun soll. Der Segellehrer wird alle Fragen beantworten und langsam aber sicher wird man sich auf dem Boot zurechtfinden und Spaß haben. Der Lehrer wird einem zeigen, welche Handgriffe in welcher Reihenfolge gemacht werden müssen, damit das Schiff bereit zum Segeln ist.

Der Sportführerschein See wird einem Absolventen etwa um die 200 Euro kosten. Ein Onlinekurs sollte um die 40 Euro, das ärztliche Attest 10 Euro und die Prüfungsgebühr 75 Euro kosten. Für die praktische Fahrausbildung wird je nach Ort 30 bis 100 Euro einkalkuliert. Letztlich wird aber auch noch ein Naviset samt Schulzirkel und Lineal benötigt. Der Sportführerschein Binnen bringt eine Prüfungsgebühr von etwa 60 Euro mit sich. Wer keinen SKS-Schein macht, muss für die praktische Prüfung zum Sportführerschein Binnen einen Segelkurs machen. Dieser kostet je nach Region zwischen 300 und 600 Euro. Den SKS-Schein dürfen nur Inhaber des Sportbootführerscheins See erwerben. Es muss ein Theorie- sowie ein Praxisteil erfolgreich absolviert werden. Ein Wochenendkurs für die Theorie wird um die 290 Euro kosten. Es sind jedoch auch Online-Tools verfügbar, die wohl weniger kosten. Die praktische Prüfung wird nach einem einwöchigen SKS-Törn stattfinden. Der Törn wird je nach Anbieter zwischen 400 und 700 Euro kosten. Dieser findet beispielsweise auf dem Mittelmeer oder auf der Ostsee statt. Diese SKS-Prüfung (Theorie und Praxis) kostet etwa 150 Euro und muss innerhalb von 24 Monaten abgeschlossen werden.