Wanderurlaub, Tun auch Sie etwas für Ihre Gesundheit

Wandern nicht nur am Wochenende, sondern auch im Urlaub für längere Zeit. Gesund in der freien Natur Neues entdecken

Jeder, der gerne mal zu Fuß die Natur erkunden und sich gleichzeitig sportlich betätigen möchte, sollte einen Wanderurlaub planen. Mittlerweile gibt es viele Angebote, um entweder nur einen Wochenendtrip oder gleich ein paar Wochen seine Zeit mit der Lieblingsbeschäftigung an den schönsten Orten zu verbringen. Oftmals werden auch Pauschalreisen mit Gepäcktransport und weiteren Zusatzleistungen wie Karten und Bergbahnfahrten angeboten. Ein Wanderurlaub erfordert nicht zwingend Erfahrung beim Wandern. Es gibt sowohl Angebote für Fortgeschrittene als auch für Anfänger. 

Bei Pauschalreisen hat man den großen Vorteil, dass man sich selbst um fast nichts mehr kümmern muss. Alles was benötigt wird, ist vorhanden. Die einzigen Besorgungen, die eventuell selbst durchgeführt werden müssen, ist der Kauf einer geeigneten Kleidung. Der ganze Urlaub geht dann gleich viel stressfreier los, sodass die Zeit wirklich genossen werden kann. Während den Wanderungen werden auch des Öfteren schnell neue Bekanntschaften gemacht, was dem Wandern gleich noch einen weiteren Reiz verleiht. Die Übernachtungsziele, die ebenfalls vom Veranstalter geplant werden, bieten jeden Komfort, um sich zwischen den einzelnen Etappen gut ausruhen zu können. Obendrein wird das eigene Gepäck transportiert, sodass man beim Wandern nicht allzu viel Kraft aufwenden muss. Menschen mit Rückenbeschwerden können somit auch an einer Wandertour teilnehmen.

Die Strecken der Wanderungen wurden bei der Buchung einer Pauschalreise bereits getestet, sodass man sich auf jeden Fall auf eine wunderbare und idyllische Landschaft vorbereiten kann. Die Wege bergen keine Gefahren und alles wurde bereits sorgsam markiert. Pauschalreisen bieten auch die Möglichkeit auf die Schnelle eine Tour zu starten, die normalerweise einer sehr langen Planung bedurft hätte. In allen Bundesländern Deutschlands gibt es spezielle Möglichkeiten einen Wanderurlaub durchzuführen. Eine bestimmte Region oder ein Teil eines Landes kann auf eine ganz andere und neue Weise kennengelernt werden. In Deutschland gibt es viele markierte Wegnetze, die zum Erkunden von verschiedenen Landschaften nahezu ideal geeignet sind. Hierbei wurden auch viele kulturelle und historischen Höhepunkte nicht außer Acht gelassen. Ein Wanderurlaub kann durchaus entspannend sein, sodass alle Alltagsprobleme für eine ganze Weile hintan gestellt werden können.

Wanderurlaube im Ausland

Wanderurlaube können auch im Ausland verbracht werden. Besonders beliebte Ziele sind Italien, Frankreich, Österreich und die Schweiz. Wen es ganz weit wegzieht, sollte nach Südamerika oder Neuseeland. Hier kann während eines Wanderurlaubes besonders viel erlebt werden. Frankreichs Bergmassive, die etwa ein Viertel des Territorium einnehmen und 160.000 Kilometer markierte Wanderwege bieten, versprechen ein ganz besonderes Erlebnis für alle Ansprüche. Quer durch Korsika führt beispielsweise ein berühmter 200 Kilometer langer Weitwanderweg. Dieser durchzieht die Insel von Nord bis Süd, erfordert jedoch auch eine gute Kondition und etwas Erfahrung. Besonders erlebnisreich ist die Strecke zwischen Galéria und Girolata. Hier streift man das Naturreservat der Scandola-Halbinsel, welches zum UNESCO-Kulturerbe zählt. Dort findet man viele Brutstätten und Meeresvögel. Die leuchtenden roten Felsen, die besonders bizarre Formen vorweisen, erscheinen sehr idyllisch. Aber auch Rumänien hat einiges zu bieten. Die Westkarpaten sind einzigartig und das nicht unbedingt aufgrund der hohen Gipfel, sondern vielmehr wegen den wertvollen und bewundernswerten Kalkbildungen. Höhlen, Dolinen und Schluchten bieten eine beeindruckende Karstlandschaft, die einem jeden Wanderer das Herz öffnen wird. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, sodass man jede Menge spektakuläre Überraschungen erleben wird. Die körperliche Anstrengung, die hier benötigt wird, hält sich in Maßen. Dies waren jetzt nur wenige Beispiele für eine ganze Masse an toller Wanderorte. Die Wahl wo der nächste Wanderurlaub hingehen soll, wird demnach wahrscheinlich recht schwer fallen.

Vorsicht vor ungenauen Wanderkarten

Auf dem Wanderkartenmarkt wird mit Sicherheit nicht nur gutes Material angeboten, weshalb man seine Karte mit Bedacht auswählen muss. Oftmals kauft man sich sozusagen eine Garantie fürs Verlaufen, was natürlich nicht den Sinn und Zweck einer Karte darstellt. Insbesondere die meist gekauften Kompass-Karten, die absolut überall erhältlich sind, sind für waschechte Wanderer nicht unbedingt geeignet, da sie die Höhenlinien in der Regel nur im 50- oder 100 Meter Abstand beinhalten. Geländekonturen können somit nicht gut erkannt werden. Obendrein sind einzelne Gebäude oder kleinere Siedlungen sehr willkürlich abgebildet. Waldstücke sind auch des Öfteren als Wanderwege eingezeichnet, die es eigentlich gar nicht gibt. Eine Ausnahme besteht in den Kompass-Karten für die Slowakei und Tschechien. Gute Karten bekommt man meistens direkt vor Ort oder man bestellt sie einfach langfristig zuvor im Internet. Der Kartengroßhandel hat leider nicht immer alle wichtigen Karten in seinem Warenangebot bzw. muss man gegebenenfalls mit sehr langen Lieferfristen rechnen. Es gibt allerdings eine Landkarten Suchmaschine mit dem Namen Mapedo.

Es sollten keine Kompromisse eingegangen werden

Ein Wanderer sollte bei einem guten Wanderkartenanbieter immer die Auswahl zwischen verschiedenen Maßstäben geboten bekommen. Bestimmte Regionen verfügen allerdings oft über keine speziellen Karten, sodass hier nur die Möglichkeit bleibt, eine Karte für einen anderen Einsatzzweck als das Wandern zu wählen. Das erste Auswahlkriterium hierbei sollte zunächst das Gebiet sein, das von einer Karte abgedeckt wird. Im besten Fall ist die geplante Route vollkommen auf der Karte abgebildet. Eine gute Beratung eines Buchhändlers kann durchaus sinnvoll sein. Im Prinzip gilt immer, dass jede Aktivität in der Freizeit einen bestimmten Kartenmaßstab präferiert. Wanderkarten benötigen beispielsweise einen Maßstab von 1:25 Tsd., damit der Wegverlauf ausreichend präzise angezeigt wird. Auf Routen mit schweren Verhältnissen sollte dann schon eine Karte mit einem Maßstab von 1:50 Tsd. gewählt werden. Das alles gilt auch für Fahrradfahrer. Eine recht detailliert Autokarte ist viel zu ungenau.

Beachtet werden sollte auch der Karteninhalt. Die Karte muss alle wichtigen Informationen bieten, die zur Planung und Durchführung von der Wanderaktivität notwendig sind. Die Darstellung der Wege, der Schwierigkeitsgrad und die Höhenlinien sind beim Wandern besonders wichtig. Ein Kartenkompromiss für Wanderer könnte also eine übliche Freizeitkarte eines bestimmten Gebietes sein.

Immer öfter werden aber auch GPS-gestützte Navigationsgeräte beim Wandern eingesetzt. Aus Sicherheitsgründen muss nichtsdestotrotz immer eine Wanderkarte mit von der Partie sein. Das Gerät könnte schließlich ausfallen oder kaputt gehen. Die Übertragung von GPS-Gerät auf die Karte kann per UTM-Gutter erfolgen, welches heutzutage bereits in einigen Karten eingedruckt ist.

Die digitale topgraphische Karte ist ebenfalls eine gute Alternative zur gewöhnlichen Wanderkarte. Hier besteht der Vorteil darin, dass ein wesentlich größeres Gebiet als auf einer gedruckten Karte angezeigt wird. Am heimischen PC können Routen ganz einfach auf einem GPS-Gerät geplant und übertragen werden. Nachteil hierbei besteht im wesentlich höheren Preis. Um einen Farbdrucker kommt man ebenfalls nicht herum, da man sich im Gelände schließlich nicht ausschließlich auf das Navi verlassen sollte.

Doch was kann man machen, wenn es für ein bestimmtes Gebiet keine Karte gibt und auch keine Freizeitkarte zur Verfügung steht? Wanderer müssen dann die amtliche topographische Karte nutzen. Auf dieser basieren generell alle Wanderkarten. Hierin sind alle Infos enthalten, die in einer gewöhnlichen Wanderkarte gesondert hervorgehoben werden. Besonders schwer wird es für alle, die aus irgendwelchen Gründen für eine Extremreise Karten für einen Bezirk in einem Entwicklungsland suchen. Hier gibt es nämlich in der Regel keinesfalls eine Behörde, die solche Landkarten herstellt. Es werden allerdings Militärkarten angeboten, die für Reisende im Fachhandel verfügbar sind.

In Österreichs Bergen gibt es eine Vielzahl an schönen Wanderwegen für ausgedehnte Wanderungen

In Österreich gibt es ein unheimlich großes Angebot für Wanderliebhaber. Neben den wundervollen Wegen finden sich auch einige Ferienwohnungen und Berghütten in der Idylle, in denen man sich zwischendurch immer mal wieder ausruhen kann. An der Grenze zwischen dem Salzburger Land und Tirol befinden sich im Nationalpark Hohe Tauern besonders viele Wege, die mit viel Spaß und Erlebnis verbunden sind.

Wandern in Österreich bietet auch beispielsweise die schönsten Wandergebiete in der Alpenregion, die von den stolzen Dreitausender umrahmt ist. Natürlich wird einen auch die majestätische Schönheit der Berge vollkommen umhauen. Wer ein echter Naturfreund ist, wird hier seinen Frieden finden und eine schöne und angenehme Zeit verleben können. 

Besonders beliebt ist beispielsweise die Gipfelwanderung in Königsleiten. Für diese Wanderung werden etwa 4,5 Stunden ab der Bergstation benötigt. Eine durchschnittliche Kondition reicht aus, sodass auch durchaus Anfänger an einer solchen Tour teilnehmen können. Insgesamt müssen nur 200 Höhenmeter überwunden werden. Bis zum Falschriedel wird die Wanderung überhaupt nicht schwer sein, jedoch sollte man auf dem Grat zum Ochsenkopf trittsicher und schwindelfrei sein. Gar nicht weit von der Bergstation befindet sich der 1. Gipfel, die Königsleitspitze mit 2350 Metern. Der Ausblick von hier ist traumhaft und außerdem kann man bereits die Tour zum Falschriedel bestaunen. Nach einem recht kurzen Abstieg gelangt man an der Sattelscharte an und geht dann zum Falschriedel hinauf. Auf dem Gipfel wird man einen Wegweiser für verschiedene Routen finden. Auf dem Weg zum Ochsenkopf wird man über einen Grat und über Felsen gehen müssen. Der Anstieg zum Gipfel selbst ist jedoch wieder sehr einfach. Von hier kann eine idyllische Aussicht bis ins Brixental genossen werden. Nach dem Abstieg vom Falschriedel kann man über den Jodelwanderweg zurück zur Bergwache gehen.

Wanderwege in den Alpen

Wanderern und Bergsteigern wird in den Alpen eine faszinierende Bergwelt eröffnet. Die sanften Mittelgebirge werden jeden Naturfreund ins Staunen versetzen. Weitwanderwege gibt es hier en Masse und auch das Erklimmen eines Gipfels kann hier ohne Grenzen ausgeübt werden. Auf mehr als 15.000 Kilometern markierten Wegen ist für wirklich jeden Geschmack eine passende Route dabei. Der bekannteste Wanderweg in Tirol ist der Adlerweg, der das Herz der Alpen auf einer Strecke von 1.480 km durchmisst. Hier kann die atemberaubende Schönheit, der Charakter und die Eigenheit des Landes bestaunt werden.

Generell finden Bergsteiger und Wanderer fast überall in Österreich einen passenden Ort zum wandern. Viele Anbieter offerieren tolle Pauschalreisen, in denen bereits Wandertouren inklusive sind. Für Anfänger ist eine solche Reise durchaus sinnvoll. Wer lieber alles alleine plant oder gar eigene Touren kreieren möchte, dem stehen in Österreich selbstverständlich ebenfalls alle Türen offen.