Den Grillspieß mit einem Grillmotor drehen lassen

Wenn Sie daran denken größere Fleischstücke am Grillspieß zu grillen, kommen Sie um den Kauf eines Grillmotors nicht herum

Wer oft grillt und sich langsam aber stetig an die größeren Stücke wie Braten, Brathähnchen, Lamm oder auch Spanferkel heranwagt, wird sich über kurz oder lang auch mit dem Thema Grillspieß und vor allem mit dem Thema Grillmotor auseinandersetzen müssen.
Schließlich möchte man ja nicht stundelang am Grill stehen und den Spieß mit der Hand drehen. Ein Grillmotor ist eine simple Sache, denkt der Laie. Wer aber schon einmal im Handel gestöbert hat, wird schnell feststellen, dass es Grillmotore in unterschiedlichsten Ausführungen und damit auch Preisklassen gibt. Welche Eigenschaften benötigt der Grillmotor nun mindestens, welche Dinge sind Luxus und Ihr Geld nicht wert?

Die Auswahl des Grillmotors

Definieren Sie zuerst, was Sie mit dem Grillmotor bewegen möchten: Werden es nur kleinere Grillspieße oder Schaschlik-spieße sein, oder möchten Sie auch Hähnchen grillen, oder soll es gar das berühmte Spanferkel sein. Nach der Größe des Stückes richtet sich nämlich auch die Leistung des Grillmotors. So gibt es kleinere Grillmotore mit einer Leistung von 2 kg, aber auch wahre Kraftpakete mit einer Leistung von 50kg. Wenn man bedenkt, dass ein Hähnchen schnell mal 1 kg hat und das Grillhähnchen nicht kugelrund ist, so gelangt man durch die Unwucht des Hähnchens schnell an die Belastungsgrenze solch eines kleinen Motors. Die Lebensdauer wird dementsprechend kurz sein. Wir empfehlen daher einen Grillmotor mit mindestens 10 kg Leistung zu erwerben, für Lamm und Spanferkel einen entsprechend stärkeren.

Die Umdrehungszahl der Grillmotore

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Umdrehungszahl des Motors. Wenn Sie indirekt grillen oder eventuell sogar mit einer Seitenglut grillen, dann spielt die Umdrehungszahl keine so große Rolle, der Spieß kann sich auch sehr langsam drehen. Falls Sie aber geplant haben, direkt über der Glut zu grillen, müssen Sie vermeiden dass Fleischsaft oder Fett in die Glut tropft. Da sich beides unweigerlich aus dem Fleisch herausbrät, muss sich daher der Spieß so schnell drehen, dass der Saft oder das Fett auf dem Fleisch bleibt und nur rundherumläuft. Ideal für diesen Zweck sind Motore, bei denen man die Geschwindigkeit verstellen kann, bzw., welche ein Getriebe haben. Dieses Getriebe sollte bei schweren Grillstücken aus Metall sein, das der Abrieb bei Kunststoffzahnrädern sehr groß ist. Auch hier würde sonst die Lebensdauer darunter leiden.

Die Stromversorgung des Motors

Der letzte wichtige Punkt ist der der Stromversorgung des Grillmotors. Haben Sie einen Stromanschluss in der Nähe, möchten Sie mit einem Verlängerungskabel hantieren, oder ist der Akku-Grillmotor die bessere Alternative. Akkus sind sicher eine gute Wahl um Outdoor zu grillen, haben jedoch ein befristet Lebenszeit bzw. eine begrenzte Anzahl von Ladezyklen. Denken Sie daran eventuell einen Reserve Akku im Haus zu haben und das der Akku vollständig geladen ist, wenn Sie Grillen möchten. Die Ladezeit eines größeren Akkus beträgt bis zu einer Stunde. Damit können Sie aber auch ca. 6 Stunden lang Grillspieß drehen.