Anwendungsformen von Stevia in der Medizin

Auch in der Medizin hat Stevia einen hohen Stellenwert. Lesen Sie von den verschiedenen Anwendungsformen.

In der Medizin hat Stevia einen hohen Stellenwert, was nicht allein auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass Stevia den Blutzuckerspiegel nicht erhöht. Dies hat für Diabetiker zwar einen enormen Vorteil, auf den wir in einem der folgenden Kapitel zu sprechen kommen. Stevia hat in vielerlei Hinsicht große, gesundheitliche Vorteile, die vor allem darin begründet liegen, dass Stevia die Möglichkeit bietet, den Konsum von Zucker zu reduzieren.
Dass Stevia nicht ungesund ist, wussten bereits die Guarani-Indianer aus Paraguay und Brasilien. Auch wenn sie keine Untersuchungsergebnisse vorweisen konnten, haben sie anhand ihrer Erfahrungen gelernt, dass von der Steviapflanze keine gesundheitliche Gefährdung ausgeht.

Stevia kann beispielsweise bei Hautirritationen äußerlich angewendet werden. In der Naturheilkunde wird aus Steviablättern und Heilerde eine Paste hergestellt, die bei der Behandlung von empfindlichen Hautstellen eingesetzt wird. Ebenso kann das Steviakraut pulverisiert unter das Shampoo gemischt werden. Aufgrund der juckreizhemmenden Wirkung kann empfindliche Kopfhaut durch die Behandlung mit Stevia geheilt werden.
Auch auf Allergien hat Stevia einen positiven Einfluss. Allergien entstehen häufig durch einen zu hohen Zuckerkonsum. Zucker schadet dem Darm und hat somit Einfluss auf das Immunsystem und die Entstehung von Allergien. Deshalb ist es häufig üblich, dass Allergiker eine zuckerreduzierte Diät einhalten müssen, um den Darm möglichst wenig zu belasten. Durch Stevia als Zuckerersatz ist es auch Allergikern wieder möglich, süße Speisen genießen zu können, ohne gesundheitliche Auswirkungen befürchten zu müssen.

Nicht weniger interessant ist die antibakterielle Wirkung von Stevia im Mundraum. So konnte beispielsweise ein positiver Einfluss auf Zähne und Zahnfleisch nachgewiesen werden. Stevia kann vorbeugend vor Zahnfleischerkrankungen und Karies schützen.
Hierbei verhindert Stevia zwar nicht die Bildung von Streptococcus mutans, der Bakterienart, die für die Bildung von Karies zuständig sind. Allerdings hemmt Stevia die Bildung von Plaque, der gefährlich ist, da sich kariesbildende Bakterien aufgrund der Plaquebildung an den Zähnen ablagern können. Ebenso sorgt Stevia für eine Neutralisation der Säure im Mundraum, weshalb das Süßkraut für die Herstellung von Kaugummis besonders interessant ist. In Südamerika sind Stevia Bonbons bei Jung und Alt beliebt, die zum einen keine Kalorien besitzen und zudem die Zähne nicht angreifen.