Was ist eigentlich Stevia?

Lesen Sie die Begriffserklärung und das Hintergrundwissen zur Pflanze Stevia

Der Name Stevia bezeichnet den Oberbegriff der Pflanze Stevia rebaudiana, die im Volksmund auch als Süßkraut oder Honigkraut bezeichnet wird. Wie schon der Name vermuten lässt, beinhaltet die Steviapflanze stark süßende Bestandteile, die in winzigen Drüsen an den Rändern der Blätter angesiedelt sind.
Ursprünglich stammt die Pflanze aus Paraguay und dem benachbarten Brasilien, wo die Staudenpflanze in sumpfigen Böden wächst, da sie tropisches und subtropisches Klima bevorzugt. Während das Süßkraut früher auch in Weideregionen Paraguays gedieh, ist es dort heute kaum noch anzutreffen, da auch Rinder von dem süßen Geschmack der Pflanze angetan sind. In den Weidegebieten wurde die Stevia Pflanze deshalb nahezu abgegrast, so dass es heute üblich ist, die süßen Pflanzen in Gewächshäusern zu ziehen.  

Die stark süßende Wirkung der Steviablätter ist den Ureinwohnern Paraguays und Brasiliens, den Guarani-Indianern, seit vielen Jahrhunderten bekannt. Sie nutzen die Blätter des süßen Krautes seit Jeher für ihren Tee. Ebenso dient Stevia in seinem Heimatland als Heilmittel gegen Erkrankungen.
Für den süßen Geschmack sind die Bestandteile in den Blättern der Steviapflanze verantwortlich. Hierzu gehört, mit einem Anteil von bis zu 18%, das Steviosid sowie das Rebaudiosid A, das etwa 4% beträgt.
Nach der Extrahierung und Reinigung der Bestandteile lässt sich eine Süßkraft erzielen, die die des Zuckers um rund das 400- fache übersteigt.

Besonders hervorzuheben ist jedoch, dass Stevia trotz der starken Süßkraft völlig frei von Kalorien ist. Da der Blutzuckerspiegel durch Stevia nicht erhöht wird, ist das pflanzliche Süßungsmittel auch für Diabetiker geeignet.

Bis Stevia auch in Europa zugelassen wurde, gingen viele Jahre ins Land. Im Dezember 2011 war es dann endlich soweit und Stevia wurde auch für den deutschen Markt zugelassen.