Kann man mit Stevia die Zähne pflegen?

Zucker schadet den Zähnen, so viel ist bekannt. Ein Gerücht besagt, dass Stevia die Zähne pflegt, was ist dran?

Schon seit Jahrhunderten sind den Ureinwohnern Paraguays und Brasiliens die Heilkräfte des Honigkrautes bekannt. Dass Zucker nicht gut für die Zähne ist, wissen schon kleine Kinder. Zuckerhaltige Lebensmittel verursachen Karies und greifen die Zahnstruktur erheblich an. Bei Stevia hingegen konnte ein positiver Einfluss auf die Zähne und das Zahnfleisch nachgewiesen werden. Das Süßkraut enthält Chlorophyll, das die Säure im Mundraum neutralisiert, so dass Bakterien keinen Nährboden finden, um sich weiter ausbreiten zu können. Weiterhin sorgt der hohe Vitamin C-Gehalt für eine antibakterielle Wirkung. Die Bildung von Zahnbelag wird durch die Wirkstoffe der Steviapflanze verhindert, so dass die Entstehung von Karies gemindert wird. 

Somit bewirkt Stevia genau das Gegenteil anderer Zuckerarten, wie beispielsweise Glukose, Fruktose oder Saccharose, die dafür bekannt sind, dass sie einen optimalen Nährboden für Bakterien bilden und somit für die Entstehung von Karies und Zahnfleischerkrankungen mit verantwortlich sind. Da sich Stevia begünstigend auf die Gesundheit der Zähne auswirkt, enthalten viele brasilianische Zahnpflegeprodukte mittlerweile Stevia. Auch die Japaner setzen Stevia bei der Herstellung von Zahncreme, Mundwasser und Kaugummi ein.
Herkömmliche Zahncreme enthält künstliche Süßstoffe und Zucker für einen besseren, süßen Geschmack. Besonders hoch ist der Anteil bei Kinder-Zahncremes. Dass der Zucker und die Zuckerarten nicht gut für die Zähne sind, kann sich Jeder vorstellen.
Um dies zu umgehen, eignen sich Stevia-Zahnpflegeprodukte hervorragend. Die natürliche Süße des Honigkrautes ist nicht nur für einen angenehmen und süßen Geschmack zuständig, sie sorgt auch aufgrund der antibakteriellen Eigenschaften für gesunde Zähne.
Wenn Sie auf der Suche nach einer qualitativ hochwertigen Zahncreme sind, sollten Sie sich auf jeden Fall für eine fluoridfreie Zahncreme mit Stevia entscheiden.

Stevia in der Küche

In einem vorherigen Artikel sind wir bereits auf das Backen mit Stevia etwas Genauer eingegangen. Selbstverständlich kann das Honigkraut auch zum Süßen von Lebensmitteln und beim Kochen in der Küche verwendet werden.
Ob zum Herstellen von Getränken oder  zum Süßen von Lebensmitteln- Stevia eignet sich hervorragend in der gesunden, kalorienreduzierten Küche.
Um Speisen zu verfeinern, ist eine weitaus geringere Menge des Stevia-Pulvers oder Stevia-Extraktes nötig, um eine vergleichbare Zucker-Süße zu erreichen.
Hierbei sollte man keinesfalls die Ergiebigkeit der Steviapflanze vergessen. Wenn Ihnen die Erfahrungswerte fehlen, können wir Ihnen nur empfehlen, sehr sparsam mit dem Stevia-Produkt umzugehen. Wenn Ihnen die Süßkraft nicht ausreicht, können Sie immer noch nachsüßen. Haben Sie zu viel Stevia verwendet, werden Sie größere Probleme haben, den Geschmack zu neutralisieren. Wenn man zu viel Stevia verwendet, können die Lebensmittel einen bitteren Beigeschmack haben. Um diesen Geschmack zu neutralisieren, kann man versuchen, mit Zitronensaft den optimalen Geschmack zurück zu gewinnen.
Das Süßungsverhalten der momentan erhältlichen Stevia-Produkte ist außerdem abhängig von der Zubereitungstemperatur sowie vom pH-Wert der Lebensmittel, die mit dem Stevia zubereitet werden. Aus diesem Grund ist es schwierig, eine genaue Dosierung für das Stevia-Produkt anzugeben. In dieser Hinsicht unterscheidet sich Stevia grundlegend vom herkömmlichen Haushaltszucker. Um die Süßkraft von 200 Gramm Zucker zu erreichen, werden lediglich ein Teelöffel weißes Steviosid-Pulver benötigt oder 3-4 Teelöffel grünes Stevia-Pulver. Ein paar Krümel zu viel können bereits ausreichen, um das Produkt zu stark zu süßen. Gleiches gilt für flüssiges Stevia. Nur drei Tropfen des klaren Stevia-Extraktes entsprechen der Süßkraft von zwei Stücken Würfelzucker.
Grundsätzlich ist es möglich, Stevia in allen erdenklichen Bereichen zum Zubereiten von Nahrungsmitteln in der Küche zu verwenden. Angefangen bei Getränken, über Gebäck, Salate, bis hin zu Milchspeisen, Konfitüre oder Nachspeisen. Selbst zum gesunden Süßen von Babybrei ist das Süßkraut aus Südamerika bestens geeignet. Gleiches gilt für Heißgetränke wie Kakao, Tee oder Kaffee.