Autotuning mit Sportauspuff

Welche Vorteile bzw. Nachteile bringt ein Sportauspuff gegenüber dem normalen Auspuff?

Der Sportauspuff zählt zu den beliebtesten Tuningartikeln und zu den signifikantesten Fahrzeugmodifikationen. Mit einem Sportauspuff ändert man nämlich nicht nur die Optik eines Fahrzeugs, sondern auch den Sound und im besten Fall auch die Leistung. Ähnlich wie Felgen hat man mit einem Sportauspuff relativ einfach die Möglichkeit, sein Fahrzeug sportlich zu individualisieren und aufzuwerten. Bevor man sich für die Montage eines Sportauspuffs entscheidet, sollte man lediglich einige wichtige Punkte beachten.

Optik, Sound und Lebensdauer – Was für einen Sportauspuff spricht

An erster Stelle der Argumente für einen Sportauspuff steht meist die Optik. Viele entscheiden sich aufgrund der sportlicheren Optik für die Montage eines Sportauspuffs, denn dickere Endrohre verleihen auch einem Kleinwagen schnell ein paar zusätzliche Muskeln. Gerade hier gibt es mittlerweile eine riesige Auswahl unterschiedlicher Designs. Das Angebot an Endrohren reicht von zart bis bullig-dick und von verchromt bis hin zu Carbon, sodass für jedes Fahrzeugmodell und jeden Geschmack etwas Passendes dabei ist.
Ebenso begehrt wie die sportliche Optik ist der sportliche Sound, der mit dem richtigen Sportauspuff erreicht werden kann. Je nach Fahrzeugcharakteristik und montiertem Auspuff ist von tiefem Grollen bis hin zu heiserem Kreischen alles drin, was das Herz eines Autoliebhabers begehrt. Wer seinem Fahrzeug einen knackigen Sound verleihen will, kommt um die Montage eines Sportauspuffs nicht herum.
Zu guter Letzt hat ein Sportauspuff neben all seinen sportlichen Attributen auch ganz praktische Vorteile, denn aufgrund der verwendeten Materialien wie Edelstahl hat er meist eine wesentlich längere Lebensdauer als Originalteile. Materialien wie Edelstahl sind weniger empfindlich gegenüber Korrosion und Oxidation und daher signifikant widerstandsfähiger als herkömmliche für Auspuffanlagen eingesetzte Metalle.

Edelstahl, Carbon und Dämmmaterial – Was einen Sportauspuff ausmacht

Edelstahl ist die erste Wahl, wenn es um Sportauspuffanlagen geht. Es zeichnet sich durch eine edle Optik sowie eine lange Lebensdauer aus, wodurch sich auch der etwas höhere Anschaffungspreis solcher Anlagen relativ rasch amortisiert. Teilweise wird auch Carbon bei Sportauspuffanlagen eingesetzt, etwa um eine besonders sportliche Optik der Endrohre zu erzielen.
Ebenso wichtig wie das Außenmaterial ist das Innenleben eines Sportschalldämpfers. Der Einsatz spezieller Dämmmaterialien wie E-Glasfasern trägt maßgeblich zur sportlichen Geräuschkulisse bei und ermöglicht überdies durch einen verringerten Abgasgegendruck eine Leistungssteigerung.
In welchen Bereichen sich Leistungssteigerung und sportlicher Sound bewegen, hängt außerdem davon ab, ob man sich für eine komplette Sportauspuffanlage mit End-, Mittel- und Vorschalldämpfer entscheidet oder beispielsweise nur den Endschalldämpfer gegen ein Modell aus Edelstahl tauscht. Je mehr Komponenten der Auspuffanlage getauscht werden, desto höher ist die erzielte Leistungssteigerung und desto sportlicher ist der Sound.
Die Anbringung eines Sportendschalldämpfers ist jedoch wesentlich weiter verbreitet als die Montage einer kompletten Anlage, die eher im Bereich des Motorsports zu finden ist.

Montage, ABE und Co. – Was bei einem Sportauspuff sonst noch zu beachten ist

Hobby-Schrauber, die über das nötige Know-how und die entsprechende Ausstattung verfügen, können einen Sportauspuff auch selbst montieren und sich so den Weg in die Werkstatt ersparen. Gerade ein Endschalldämpfer ist meist in paar Stunden gewechselt und das, ohne großen Aufwand. Egal, ob man seinen Sportauspuff selbst am Fahrzeug anbringt oder dies von einem Fachmann durchführen lässt, in jedem Fall muss der Umbau danach technisch überprüft und in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Hierfür wendet man sich am besten an eine Organisation wie den TÜV. Hat die Auspuffanlage der Wahl keine ABE, also eine allgemeine Betriebserlaubnis, ist vor der Montage via TÜV ein individuelles Teilegutachten zu erstellen.
Auch beim Sound gibt es gesetzliche Vorgaben, denn die Lärmschutzgrenze für Auspuffanlagen liegt bei 87 dBA. Dieser Grenzwert ist bei der Montage eines Sportauspuffs ebenfalls zu beachten.